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Vorteile von statischen Webseiten


Statische Webseiten sind Webseiten, die genau so, wie sie der Besucher zu sehen bekommt, auf einem Server abgespeichert sind.
Bei dynamischen Webseiten werden die Seiten erst dann aus mehreren Bestandteilen zusammengestellt, wenn ein Besucher sie abruft.
Während statische Webseiten einem herkömmlichen gedruckten Buch oder E-Book entsprechen, kann man dynamische Webseiten als Bücher auffassen, deren Seiten erst beim Umblättern gedruckt werden.

Stand der Technik sind heute so genannte Content Management Systeme (CMS), deren hauptsächlicher Nutzen darin besteht, umfangreiche Inhalte strukturiert und vor allem zeitsparend (und damit weniger fehleranfällig) zu verwalten. Im Grunde handelt es sich dabei um Redaktionssysteme, die auf Internetanforderungen zugeschnitten sind.

Einfaches Beispiel:
Eine fiktive Beispielwebsite bestehe aus 100 Textseiten, die im Kopf- und Fussbereich alle den selben Inhalt aufweisen, sich aber im Hauptbereich inhaltlich unterscheiden.
Da liegt es nahe, Kopf- und Fussbereich zentral an einer einzigen Stelle abzulegen, und immer erst im Moment des Abrufs in die ausgelieferten Seiten zu integrieren.
Sollte irgendwann z.B. der Fussbereich geändert werden müssen, dann braucht man die Änderung nur an der einzigen zentralen Stelle durchzuführen. Das ist ohne Zweifel sehr praktisch.

Viele dynamische Webseiten sind modular aufgebaut und bestehen aus wesentlich mehr Bereichen als nur Kopf, Mitte und Fuss. Diese Seiten erlauben nicht nur eine strukturierte Verwaltung, sondern ermöglichen auch, auf unterschiedliche Besucheranforderungen individuell zu reagieren. Internetforen, Onlineshops, Bezahlsysteme usw. werden so überhaupt erst möglich.
Die theoretischen Möglichkeiten dynamischer Websites übersteigen die der statischen Websites um ein Vielfaches.

Sucht man im Internet nach Vor- und Nachteilen statischer und dynamischer Webseiten, dann findet man folgenden allgemeinen Tenor:
Statische Webseiten sind ausreichend für kleine überschaubare Projekte, an denen selten etwas geändert werden muss. Dynamische Webseiten, also ein CMS, haben im Grunde keine Nachteile, ausser dass sie für kleine Projekte manchmal unnötig erscheinen.
Dieser allgemeine Tenor trifft aber nicht den Kern der Sache.
  1. Zum einen stellt sich die Frage statisch vs. dynamisch in den meisten Fällen überhaupt nicht, nämlich immer dann nicht, wenn die Website Interaktionen ermöglichen soll, oder wenn sehr oft Änderungen vorgenommen werden (z.B. wenn tagesgenaue Aktualität gefordert wird).
  2. Dass gute Inhalte ("Content") der ausschlaggebende Faktor guter und erfolgreicher Websites sind, wird kaum jemand bestreiten. Wirklich gute Inhalte fallen aber nicht einfach vom Himmel, doch dafür brauchen sie, einmal erstellt, nicht mehr geändert werden, denn was heute gesucht wird, und nicht gerade unter Zeitgeist fällt, wird auch in mehreren Jahren noch genauso gesucht werden.
Wenn man also zeitlose und gute Inhalte verfasst, dann hat man selbst auf lange Sicht kaum jemals Änderungsbedarf an Bestehendem, egal wie umfangreich die Website ist. Solche Websites können ohne weiteres einige Monate bis wenige Jahre ruhen, ohne dass die Popularität leidet (reiter1.com hatte in der Vergangenheit eine 4-jährige Ruhepause, ohne dass sich an den Besuchsstatistiken irgendetwas geändert hat). Damit wird klar, dass die Frage statisch vs. dynamisch keine Frage des Umfangs der Website ist, sondern vielmehr den Inhalt der Website betrifft. 

Die wirklichen Vorteile statischer Websites zeigen sich an ganz anderen Stellen:
  1. Dynamischen Websites sieht man es auf den ersten Blick an, dass sie dynamisch aufgebaut sind und zentral verwaltet werden. Die gesamten Inhalte müssen nämlich durch ein festgelegtes Korsett aus Gestaltungselementen gepresst werden, um die Vorteile der zentralen Verwaltbarkeit zu ermöglichen.  In der Regel bestehen grosse Einschränkungen imLayout. Abhängig vom verwendeten CMS kann dies z.B. Tabellen, die Einbindung von Bildern, Aufzählungs- und Verweisstrukturen, Formeln usw., oder sogar den Fliesstext selbst betreffen. Wenn man die Möglichkeiten von MS Office gewohnt ist, oder im professionellen Bereich  die Möglichkeiten von Satzprogrammen, dann wird man sich, vor ein CMS gesetzt, gewaltig einschränken müssen.
    Besonders deutlich sieht man das, wenn man z.B. die gedruckten Ausgaben von Zeitungen mit ihren jeweiligen (selbst werbefreien) Onlineversionen vergleicht.
  2. 15 Jahre Erfahrung des Verfassers zeigen: Eine statisch aufgebaute Website (also hauptsächlich html) ist auf lange Sicht gegen alle Google Updates und alle sonstigen Trends, die das Internet direkt und indirekt anstösst, immun. Die Möglichkeiten des html haben schon immer vorgesehen, Seiten unabhängig von der Bildschirmgrösse akzeptabel darzustellen; das ist und war schon immer ein Hauptzweck von Browsern. Es ist sogar ohne Programmierkenntnisse relativ leicht, mit einem WYSIWYG Editor (z.B. MS Frontpage, Expression Web, Kompozer) statische Seiten so zu erstellen, dass sie auf allen Endgeräten akzeptabel aussehen, ohne die Endgeräteart explizit adressieren zu müssen. Bei statischen Websites muss man nie nachprogrammieren, keine Updates machen, und auch sonst nichts nachziehen.
  3. Es spielt bei statischen Websites keine Rolle, ob der Code valide ist, oder gar einem gewissen Standard entspricht, zumindest was die Sichtweise von Google betrifft. Für Google ist und war das Entscheidende immer der (Text-) Inhalt von Seiten ("Content").

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