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Autofahren mit Pflanzenöl ("Pöl")

 

Fazit nach 6 Jahren (2005 bis 2010) bzw. 180.000 km Fahren mit Pöl: 

Fahren mit Pöl ist eine ausgereifte und zuverlässige, ganzjahrestaugliche Technik.  

Fahren mit Pöl ist völlig ungefährlich, bringt keine Einschränkungen mit sich und bedeutet völlige Unabhängigkeit von Tankstellen, da man beliebige Mengen Pöl mitführen bzw. überall lagern kann und darf. 

Spätestens seit 2010 ist die nachfrage nach Pöl so gross, dass Pöl keinen wirtschaftlichen Vorteil mehr gegenüber Diesel hat, und  die Steuergesetzgebung hat ihr übriges dazu getan. 

Es lohnt sich also nicht mehr.

 

Die folgenden Ausführungen beschreiben die Thematik "Fahren mit Pöl" aus der Sicht eines Neugierigen der was grundsätzlich Anderes ausprobiert und es für sich alltagstauglich gemacht hat. Mitte 2010 erfolgte der bislang endgültige Umstieg zurück auf Diesel. Die (wenigen) Umbauten am Fahrzeug wurden belassen, so dass jederzeit wieder auf Pöl umgestiegen werden könnte, was aus heutiger Sicht (2014) aber kaum realistisch erscheint.

 

Die folgenden beiden Links führen zu den wohl wichtigsten Foren rund um das Thema Pöl.

Beide Foren sind selbst heute noch (2014), wo Fahren mit Pöl nur schwer wirtschaftlich möglich ist, recht aktiv.

 

Fahren mit Pflanzenöl:  http://www.fmpo.de/ 

Fahren mit Salatöl:  http://www.fmso.de/ 

 

Und hier noch der Link zur Seite des wahrscheinlich ersten Pölers, der das Thema bekannt gemacht hat, Steffen Niegsch:

http://www.rerorust.de/de/index.html

 

 

 

 

Vorbemerkung

Pflanzenöl und Biodiesel sind zwei grundsätzlich verschiedene Stoffe.

Biodiesel ist chemisch umgewandeltes Pflanzenöl, womit eine mit Diesel vergleichbare Viskosität erreicht wird.

Biodiesel ist also eine Anpassung des Pflanzenöls an die Erfordernisse des Motors.

Wer hingegen mit Pflanzenöl fahren möchte, muss den Motor an das Pflanzenöl anpassen. 

Alternativ kann man sich auch für ein Fahrzeug entscheiden, das die Voraussetzungen für Pflanzenölbetrieb aufgrund seiner Robustheit von vorne herein erfüllt (siehe weiter unten)

 

Es gibt zwei rein praktische Gründe, weshalb man trotz der hohen Viskosität Pflanzenöl dem Biodiesel vorziehen kann:

Weitere Anmerkungen:

Das Fahren mit Salatöl war nie illegal,  ist aber erst seit 2004 formal geregelt:

Salatöl, welches zum Zweck des Fahrens bestimmt ist, unterliegt seither dem Mineralölsteuergesetz. Die Steuer beträgt Null Cent/Liter.

Rechtlich gesehen ist das nur für Händler und für die Finanzämter von Bedeutung. Für Endverbraucher entstehen keinerlei Konsequenzen. 

Das Mischen von Salatöl mit Diesel ist mittlerweile auch ausserhalb des Fahrzeugtanks erlaubt.

    

    Nachtrag Juli 2006: 

    Auch bis auf Weiteres ergeben sich für Pflanzenölendverbraucher keine nennenswerten Änderungen. 

 

Grundsätzlich muss gesagt werden, dass Fahren mit Pflanzenöl (im Gegensatz zu Biodiesel) ein klein wenig technisches Know How und einen gewissen Hang zum Praktischen erfordert. Mit diesen beiden Voraussetzungen kann man dauerhaft zuverlässig und günstig Auto fahren.

 

Allgemeiner Stand der Technik in Bezug auf Fahren mit Pflanzenöl

 

Das für alle neueren Fahrzeuge weitaus grösste Problem ist die hohe Viskosität des Pflanzenöls. Wichtigstes Ziel aller Umbauvarianten ist demzufolge die Verringerung der Viskosität. Dies geschieht fast ausnahmslos durch Erhitzen auf ca. 70°C mit Hilfe eines Kühlwasser-Wärmetauschers oder einer elektrischen Vorheizung.

Damit wird den beiden folgenden Hauptproblemen

wirksam begegnet.

Als Restproblem bleibt noch die Kaltlaufphase des Motors. Hier kann man 2 Strategien unterscheiden:

Das zweitgrösste Problem stellt der hohe Gefrierpunkt dar: Nach Erfahrungen des Verfassers ist Rapsöl bei -10 Grad garantiert noch flüssig und bei -18 Grad garantiert steinhart. bei -14 Grad ist bereits Schlierenbildung erkennbar. 

Je nachdem wo man wohnt, stellt dies im Winter kein Problem dar, oder aber man kann monatelang nicht ohne Zumischen von Diesel tanken. 

 

Einordnung der Baureihe Mercedes W124 aus Praktikersicht

 

Die Mercedes-Baureihe W124 verfügt als letzte Mercedes Baureihe, und als vorletzte PKW-Baureihe überhaupt, über 2 grundlegende Eigenschaften,

die sie für das Fahren mit 100% Pflanzenöl prädestiniert macht:

Ausserdem ist die Anordnung der Elemente im Motorraum äusserst geschickt für Pflanzenölbetrieb gestaltet. 

 

Die Baureihe W124 verfügt zwar schon über einige elektronische Komponenten, allerdings in einem noch eher kleinen Ausmass, sodass diese Baureihe zuverlässigkeitstechnisch trotz ihres Alters (1996 ausgelaufen) heutigen Neuwagen nicht nachsteht.

Die Ersatzteilbeschaffung ist sowohl bei Mercedes als auch im freien Teilehandel sowie auf dem Gebrauchtmarkt  problemlos und obendrein nicht teurer als bei anderen Automarken. 

Reparatur- und Wartungsarbeiten sind überschaubar und für erfahrene Laien schnell erlern- und beherrschbar. 

Alle Dieselmotoren bis zur Baureihe W 124 sind grundsätzlich ohne jeglichen Umbau fast ganzjährig mit 100% Pflanzenöl fahrbar. Bei winterlichen Temperaturen kann - je nach Komfortansprüchen- Zumischen von  Diesel erforderlich werden.

In der Pflanzenölszene bestand schon immer weitgehend Einigkeit darüber, dass das Fahren mit Pflanzenöl (auch ohne Umbau) mit dieser Baureihe keine Langzeitschäden verursacht.

 

Das Fahrzeug

 

 

 

Am 18. Februar 2005 wurde ein gebrauchter Mercedes W124 300D angeschafft.

Ausschlaggebend für die Wahl gerade dieses Fahrzeugs war vor allem der ausserordentlich gute Zustand der Karosserie.

 

Technische Daten und Zustand:

Baujahr

1987

Leistung / Max. Drehmoment

80 KW / 191 Nm

Vmax lt. Fahrzeugschein

190 Km/h

Vmax mit 100% Pflanzenöl lt. Tacho 190 Km/h   (Km-Stand: 265.000 km, mit Gemisch Raffinat/Kaltgepresstes) Mit Aldi Rapsöl schafft dieses Auto nur Tacho 180. 

Laufleistung bei Kauf

189.000 km

Motor

6 Zylinder in Reihe, Vorkammerdiesel mit Reiheneinspritzpumpe, 2 Ventile/Zylinder, keine Aufladung. Euro 2 vom Vorbesitzer nachgerüstet. 

Getriebe

5 Gang manuell

Kaufpreis

2900 €

Zustand der Karosserie

Sehr gut. Praktisch kein Rost. Einige Macken.

Zustand Fahrwerk/Antriebsstrang Bezogen auf die km-Leistung deutliche Mängel, auf das Alter bezogen jedoch akzeptabel.
Zustand Motor Sehr gut. Altersbedingt leichter Ölverlust.
Kraftstoffverbrauch ca. 6,7 L Pflanzenöl /100 km

 

 

Umbaumassnahmen beim W124 300D

 

Die Baureihe W124 gehört - wie alle bisherigen Mercedes-Baureihen - zu den reparaturfreundlichsten Fahrzeugen überhaupt.

 

Prinzipiell sind beim W124 300D keine Umbaumassnahmen unbedingt notwendig, um mit PÖL fahren zu können. Dies gilt entsprechend auch für die 250er und 200er Dieselmotoren OHNE Turboaufladung. 

 

Zur Erhöhung des Komforts während der Kaltlaufphase wurde dennoch folgender Umbau durchgeführt:

Aufgetretene Probleme durch Pflanzenölbetrieb

 

Die bei dieser Baureihe typischerweise zu erwartenden Probleme sind:

Problem Abhilfe Kommentar nach 45.000 km
  • Verstopfen des Tanksiebes               

  • (Mehrfaches) Verstopfen des Hauptfilters

  • Leck an den Dichtungen der Druckventile der Einspritzpumpe.

  • Tanksieb dauerhaft entfernen
  • Hauptfilter wechseln
  • Dichtungen tauschen
  • Problem nicht eingetreten
  • nach 5.000 km gewechselt, seither Ruhe (9 €, 10 min.)
  • nach 10.000 km getauscht, seither Ruhe (3 €, 3 Stunden)

Diese Probleme treten auf, wenn nach längerem Fahren mit Diesel plötzlich auf Pflanzenöl umgestiegen wird.

Das Pflanzenöl löst den gesamten Schmutz aus dem Kraftstoffsystem und lässt Siebe und Filter zusetzen. Ausserdem greift Pflanzenöl durch Diesel mürbe gewordene Gummidichtungen an.

Alle weiteren evtl. auftretenden Probleme werden nicht primär durch Pflanzenöl verursacht, allerdings bringt Pflanzenöl schlummernde Probleme viel schneller ans Tageslicht.

 

Eigenheiten beim Betrieb des W124 300D mit Pflanzenöl

 

Warmgefahrener Zustand:

 

In warmgefahrenem Zustand läuft das Fahrzeug deutlich leiser und runder als mit Diesel.

Wenn man dieses Fahrzeug im Leerlauf neben einen modernen Mercedes CDI stellt, dann hört man fast nur den CDI.

Stellt man es neben einen laufenden VW oder Audi TDI, dann hört man ausschliesslich den TDI.

Das Nageln ist mit Pflanzenöl deutlich leiser, im Sommer sogar ganz verschwunden. 

Erfahrungen in der Pflanzenölszene belegen, dass die Trübungswerte bei der ASU mit Pflanzenöl besser sind als mit Diesel.

Ohne Umbau  ist ein Leistungsverlust von schätzungsweise 20% bei gleichzeitig unverändertem Verbrauch bemerkbar. Dies wirkt sich bei diesem Fahrzeug aber erst bei Geschwindigkeiten oberhalb 150 km/h spürbar aus (Vmax laut Fz.Schein 190 km/h).

Mit sehr viel Anlauf erreicht man laut Tacho 175 km/h, was real etwa 170 km/h entsprechen dürfte.

Allerdings kann das auch zu einem erheblichen Teil daran liegen, dass der Motor immerhin schon 220.000 km alt ist (Stand: September 2005):

 

    Der Verfasser hat vor einigen Jahren einmal einen Mercedes W123 280E, km-Stand 220.000 km, vermessen lassen.

    Ergebnis: 150 statt lt. Fz.Schein 185 PS  --> 19% Verlust.

    Auf den W124 300D (108 PS) übertragen würde man mit 19% Verlust auf 88 PS kommen.

    Ein W124 250D hat laut Fz-Schein 90 PS und Vmax 175 km/h.

    Nach dieser Überschlagsrechnung dürfte das Alter des Motors den grössten Teil zum Leistungsverlust beitragen.

 

Im Grossen und Ganzen kann man sagen, dass im warmgefahrenen Zustand Pflanzenöl der bessere Kraftstoff  ist.

 

Kalter Zustand:

 

Im kalten Zustand ist Pflanzenöl gegenüber Diesel der erheblich schlechtere Kraftstoff.

Ohne Umbau ist im kalten Zustand eine erhöhte Russentwicklung zu beobachten.

 

Ein paar Bemerkungen zum "kalten" Zustand:

 

Stellt man das Fahrzeug in warmgefahrenem Zustand ab, dann nähert sich die Temperatur des Motors und seiner Anbauteile allmählich der Aussentemperatur.

Diese Annäherung geschieht umso langsamer, je näher die Motortemperatur der Aussentemperatur bereits ist.

(Asymptotische Annäherung; theoretisch erreicht die Motortemperatur die Aussentemperatur nie, praktisch aber schon).

 

Die Beobachtungen des Verfassers sollen anhand folgender Beispiele verdeutlicht werden:

Aus zuvor Geschildertem ist zu erkennen, dass die alleinige Angabe der Aussentemperatur nicht sehr aussagekräftig ist.

Im Folgenden ist also von der Motortemperatur die Rede (gemessen an der Oberseite des Dieselfilters).

 

Bisher kältester Startvorgang mit 100% Pöl (15.01.2006).

Je kälter der Motor, desto stärker tritt folgendes Problem in Erscheinung:

Nach dem Anspringen läuft der Motor unrund oder geht komplett aus.

Das tritt bereits bei Temperaturen auf, bei denen der Start an sich noch kein nennenswertes Problem darstellt (+ 5 Grad).

Dem kann man mit Gasgeben entgegenwirken; allerdings stellt sich ein stabiler Leerlaufzustand erst bei relativ hohen Drehzahlen ein.

Bei -7 Grad sind das immerhin ca. 2500 U/min, wobei selbst dann noch Fehlzündungen stattfinden.

Entsprechend gestaltet sich das Losfahren:

Bei mittlerer Drehzahl im 2. oder 3. Gang mit schleifender Kupplung langsam fahren. Bei geschlossener Kupplung würde das Fahrzeug aufgrund der Fehlzündungen extrem ruckeln.

 

Nach maximal einer Minute ist der ganze Spuk vorbei.

Bilanz

 

Stand Gefahrene km mit 100% Salatöl (kumuliert) Eingesparte Kraftstoffkosten [€] (kumuliert) Entstandene Kosten aufgrund Betrieb mit Salatöl [€] (kumuliert) Anmerkungen Bilanz [€]
18.02.2005 0 0 0    0
07.01.2006 43000 914 212
  • 101 € für Betankungsvorrichtung

  • 46 € für "Schäden" aufgrund Salatöl

  • 35 € für Umbaumassnahmen

  • 30 € "Lehrgeld"

702
 30.06.2006 70.000 ca. 1550 274 62 € für "Schäden" aufgrund Salatöl  1.276
30.09.2006 82000 ca. 1950 274   1676
28.12.2006 95000 ca. 2400 280   2120
Anfang Mai 2007 110000 ca. 2750 360

- Dieselfilterwechsel wegen Pilz im Pöl.

-Grotamar zur Pilzabtötung

2400
Juli 2008 140000 ca.450 370 Läuft und läuft 2800

 

 

 

Ab Juli 2006 wird keine detaillierte Bilanzierung mehr durchgeführt. 

 

Weitere Punkte: 

 

August 2006: 1280 Liter Pöl für 78 ct/L in Kanistern beschafft (Gemisch Raffinat/Kaltgepresstes, im Vgl. zu Aldi Raps deutlicher Geruch, Farbe rötlich). 

Der Dieselpreis lag zu diesem Zeitpunkt bei 112 ct/L. Absolute Einsparung also ca. 435 Euro

Leere Kanister bekommt man zum Beispiel von Schwimmbädern. 

Mit diesem Pöl läuft das Auto schneller, zieht besser und verbraucht gleichviel. Die Geruchsentwicklung ist geringer. Man merkt, dass dieses Pöl von vorne herein als Kraftstoff vorgesehen worden ist und nicht als Lebensmittel. 

 

Dezember 2006: Lieferung von 2100 Liter frei Haus in von mir bereitgestellte Kanister zu 85 ct/L. Diesel kostet zu dieser Zeit 105 ct/L.

Absolute Einsparung 420 Euro. Allerdings dürfte Diesel ab 1.1.2007 um mehrere ct/L ansteigen, sodass die absolute Einsparung über 500 Euro liegen dürfte.

 

Juli 2008

Ein zweites Fahrzeug wurde angeschafft. Gleicher Typ, gleicher Motor, gleiche Farbe, aber 2 Jahre jünger (1989), mit lediglich 226.000 km.

Rentnerfahrzeug, praktisch ohne Mängel, sogar die automatische Antenne geht. Zustand ist besser als er beim anderen Fahrzeug je war.

Kaufpreis 2050 Euro mit TÜV neu, 8-fach bereift, hinten absenkbare Kopfstützen und Euro 2. Bordwerkzeug war originalverpackt im Kofferraum.

 

Pöl kostet etwa 20 ct weniger als Diesel. Der Pölmarkt hat sich grundlegend gewandelt und die Nachfrage ist grösser als das Angebot.

Es gibt mittlerweile hinreichend viele Tankstellen, an denen man rund um die Uhr mittels Kanistern etliche 100 Liter tanken kann.

 

2009 

Der Pöl Markt ist leergefegt. Es gibt praktisch keine Pöltankstellen mehr. Der Preis ist meistens teurer als Diesel. Bei ALDI usw. kostet der Liter 1,35€. Pölen lohnt sich nicht und es wird mit billigerem Diesel gefahren. 

 

Januar 2010 

Bei ALDI usw. kostet der Liter 0,95 €. Damit ist der Preisunterschied zu Diesel wieder wie 2005 (20-25ct/L) . 

Es wird wieder gepölt wie zu Anfangszeiten, also mit Literflaschen. Dazu wurde die Umfüllvorrichtung von 2005 reaktiviert: 

 

 

Ganz rechts sieht man den Adapter für den Tankstutzen, ein Eigenbau aus Baumarkt- HT-Rohren. 

Das untere Sammelrohr ist ebenfalls ein HT Rohr mit 5 grossen Löchern. 

Die Kleckerfreiheit dieser Vorrichtung steht und fällt mit der Geduld, den Flaschen mehrere Stunden Zeit zum Leerlaufen zu geben. 

Morgens und Abends je 5 Liter reichen für über 1000 km/Woche.  

Das grüne 200L Fass als Zwischentank mit Zapfhahn hat sich nicht als besonders geschickt herausgestellt. Es wurde ab 2006 im Freien als Regenfass weiterverwendet, bis es 2013 durch Hagel zerstört wurde.

Inzwischen wird direkt in 20L oder 30L Kanister abgefüllt. 

Von diesen Kanistern wird das Fahrzeug direkt über den Adapter (ganz rechts im Bild) betankt.

In einen W124 passen 40 Kartons = 600 Flaschen rein. Man geht einfach in einen Supermarkt an die Kundentheke und sagt, man wolle 600 Liter Salatöl kaufen. Das Personal bestellt dann und nach 2 Tagen kommt man wieder und bekommt die Palette auf den Parkplatz ans Auto herangefahren. 

 

 

Fazit

 

Mit den beschriebenen Hilfsmitteln ist Fahren mit Salatöl zur Routine geworden und eine echte Kosten- und sogar Zeitersparnis. 

Die Russentwicklung ist im warmen Zustand erheblich geringer als mit Diesel, was nicht nur die eigenen AU Belege und die etlicher anderer Pöl-Fahrer beweisen. Allein die Geräuschentwicklung des Motors unter Pölbetrieb beweist schon eine deutlich geschmeidigere und "rundere" Verbrennung im Vergleich zu Diesel. Es klingt wie ein rauer Benziner. 

Beim Kauf von Pöl kommt es immer wieder zu netten Gesprächen mit anderen Kunden und Kassierern die darauf schliessen lassen, dass das Fahren mit Salatöl 

1. ein relativ bekanntes Phänomen ist, 

2. generell für gut befunden wird. 

 

Der hier vorgestellte "Umbau" ist eigentlich keiner. Es wird lediglich ein taugliches Auto hergenommen und statt mit Diesel mit Pöl gefahren. 

Dass allein dies schon zu einer geschätzten Halbierung der Russentwicklung führt (das entspricht einer Euro Klasse!), sollte bereits nachdenklich stimmen. 

Mit einem fachgerechten Umbau bzw. einem für Pöl konstruiertem Motor liesse sich auch der Ausstoss anderer Schadstoffe verringern. 

Dies alles zeigt ziemlich plastisch, dass es mit etwas Wille und Geduld sogar kleineren Gruppen bzw. Einzelpersonen möglich ist, echte Innovation zu schaffen (billiger/sparsamer/weniger schädlich/nachhaltig etc.), ein Kulturgut, das die Autoindustrie seit mindestens 20 Jahren nicht mehr zustande gebracht hat und stattdessen mit technologischen Nebenschauplätzen sich neue Märkte schafft, denen sich der Endverbraucher nicht mehr entziehen kann.. 

 

 

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24.09.2013