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Stromkosten einer 28 Jahre alten Gefriertruhe messen
Eins weiter

Zusammenfassung
Es lohnt sich nicht, intakte Gefriergeräte nur wegen scheinbar geringeren Betriebskosten durch neue, vergleichbare Geräte zu ersetzen.
Das hier vorgestellte Rechenbeispiel zeigt das sehr deutlich:  Eine neue, 260 Liter fassende Gefriertruhe, würde sich gegenüber einer 28 Jahre alter  Gefriertruhe gleicher Grösse nach frühestens 14, realistischerweise eher nach 24 Jahren amortisieren.

Wer sich ab und zu die Zeit nimmt, technische Angaben selbst nachzumessen, sich tendenziell in Sparsamkeit übt, und nicht einfach glaubt, was Hersteller als technische Daten veröffentlichen, für den ist diese Aussage nicht neu. Gefriertruhen sind ein gutes Beispiel dafür, dass der Unterschied in den laufenden Betriebskosten zwischen alten und neuen Geräten viel geringer ist als behauptet.


Die hier zugrunde liegende Gesamtproblematik in Kurzform:

Im Folgenden wird ein einfaches Beispiel beschrieben, das auch der technisch weniger versierte Leser nachvollziehen, bzw. die Fallstricke erkennen kann.

Gefriertruhe Siemens GF 2651

Siemens GFK 2651Der Verfasser betreibt eine Stand 2017 28 Jahre alte Gefriertruhe. Die Gerätebezeichnung lautet Siemens GF 2651. Eigenen Messungen zufolge ergibt sich ein nutzbares Volumen von ca. 260 Litern, was sich mit den ersten beiden Ziffern der Gerätebezeichnung (26..) deckt. Es passen 7 Standardkörbe hinein. Der Platz des hypothetischen 8. Korbes wird vom Kältekompressor beansprucht.
Die Unterlagen zu dieser Gefriertruhenserie legen ebenfalls nahe, dass die ersten beiden Ziffern das nutzbare Volumen codieren. Man kann also von 260 Litern Rauminhalt ausgehen.
Stand 2017 muss man sie einmal / Jahr abtauen. Zweckmässigerweise geschieht dies im Winter bei Frost. Der gesamte Abtauvorgang dauert unter Verwendung von Heizlüftern kaum länger als 1 Stunde, während das Gefriergut
draussen bei Minusgraden gelagert wird. Die Stromkosten pro Abtauvorgang sind mit maximal 1 kWh sehr gering, und werden im Weiteren nicht mehr berücksichtigt. Das meiste davon benötigt der Heizlüfter; der Mehrverbrauch durch das Wiedereinfrieren ist für sich genommen vernachlässigbar.

Verbrauch messen

Es gibt für ca. 10 bis 20 Euro so genannte Energiemessgeräte, die man einfach zwischen die Steckdose und das zu messende Gerät schaltet. Diese werden von Stadtwerken teilweise unentgeltlich verliehen. Damit sollen auch technisch weniger versierte Verbraucher in die Lage versetzt werden, für ihre Geräte den tatsächlichen Verbrauch zu ermitteln. 
Der gesunde Menschenverstand sagt allerdings, dass für diesen Preis keine brauchbaren Messgeräte zu bekommen sind, und damit ist das grundlegende Problem bereits genannt:
Was zeigen diese Energiemessgeräte eigentlich an? Speziell bei Geräten mit Motoren sind die damit ermittelten Werte deutlich höher als die tatsächlichen Werte. Im Falle der hier behandelten Gefriertruhe zeigt z.B. das Modell Energy Check 3000 (Conrad) einen um 70% zu hohen Verbrauch an. Der Grund liegt in der Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung die kapazitive und induktive Lasten verursachen:  Zusätzlich können diese Geräte nicht mit sehr kleinen Verbrauchern umgehen.
Kurzum, preiswerte Energiemessgeräte sind sehr ungenau bei  Darunter fallen die allermeisten Kühlgeräte, aber auch alle Geräte, die im "Stand by" Zustand betrieben werden.

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