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Dezentrale Lüftung mit Wärmerückgewinnung


Erfahrungen am Beispiel Bayernlüfter



Bayernlüfter FunktionDas hier beschriebene dezentrale Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung ist Stand 2016 etwa 8 Jahre alt. Der Hersteller hat dieses Gerät seither mehrfach überarbeitet und verbessert. Das übergeordnete Funktionsprinzip ist jedoch gleich geblieben.
 Dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung haben gegenüber zentralen Wohnraumlüftungen mehrere Vorteile:
Nachteilig ist der fehlende automatische Frostschutz. Entweder man stellt das Gerät manuell dauerhaft so ein, dass es einen schlechteren Wirkungsgrad hat (und hat dann vor den Folgen des Nachtfrosts Ruhe), oder man  betreibt das Gerät optimal, muss dann im Winter allerdings aufpassen und bei stärkerem Nachtfrost entsprechend nachregeln (wie wird weiter unten beschrieben). Vergisst man das, dann kann das Rohr, das die Luft ins Freie befördert, durch die kondensierende Luftfeuchte zufrieren und die Belüftung einschränken, oder sogar ganz unterbinden. Die gute Nachricht ist, dass dabei nichts kaputt gehen kann.

Der Wärmerückgewinnungs-Wirkungsgrad wird mit 90% angegeben. Messungen mit den Messmöglichkeiten des Verfassers bei ca. 0°C Aussentemperatur und ca. 17°C Innentemperatur haben als untere Schranke ergeben, dass der Wirkungsgrad wohl nicht wesentlich darunter liegt.

Das grosse Bild zeigt das Gerät mit geöffneter Tür. Die Innenseite der Tür dichtet alle Luftströmungen und Kammern im Geräteinneren voneinander ab.
Das Herzstück des Bayernlüfters ist der sechseckige Gegenstrom-Wärmetauscher. Die eingezeichneten Pfeile suggerieren zwar einen Kreuzstrom-Wärmetauscher, doch sie geben nicht die wahren, wesentlich komplexeren Luftwege innerhalb des Tauschers wieder. 

Warme Zimmerluft wird von oben in das Gerät eingesaugt, passiert den Ansauglüfter (oberer gelber Punkt), tritt links oben in den Wärmetauscher ein, rechts unten wieder aus, und wird schliesslich durch das untere Rohr durch die Wand ins Freie geblasen.

Von aussen gelangt kalte Luft durch das obere Rohr durch die Wand ins Geräteinnere, wird rechts oben in den Wärmetauscher gesaugt, tritt links unten wieder aus, passiert den unteren Lüfter (unterer gelber Punkt), und tritt unten aus dem Gerät ins Zimmer ein.

Die beiden Lufteintrittsseiten des Wärmetauschers sind mit grauen Filtervliesen bedeckt; dies ist ab Werk so vorgesehen.
Das zusätzliche graue Filtervlies auf dem oberen Lüfter verhindert, dass der Lüfter verdreckt; dies ist ab Werk so nicht vorgesehen und wurde nachträglich vom Verfasser hinzugebastelt.
Neuere Geräte haben an dieser Stelle werksmässig ein Filtervlies eingebaut. Rechts unten im Bereich des roten Pfeils ist durchsichtiges Klebeband zu sehen, das vom Verfasser ebenfalls hinzugebastelt wurde. Dadurch wird verhindert, dass kondensiertes Wasser ins Zimmer tropft. Bei neueren Geräten ist auch dieses Problem behoben.


Der Schutz gegen Zufrieren bei Frost besteht in einer Querstromklappe. Diese ist entsprechend einer aufgedruckten Aussentemperaturskala einzustellen. Dadurch wird der Zimmer-Abluft  vor dem Eintritt in den Wärmetauscher kalte (und absolut trockenere) Aussenluft zugemischt (Gelber Pfeil). In Folge sinkt der Taupunkt der nach aussen geleiteten Abluft, und das Kondensieren im Bereich des äusseren kalten Mauerwerks wird erschwert.

Das Gerät verfügt über 3 Gebläsestufen. Um das Gerät einzuschalten, bzw. die Gebläsestufe zu ändern, muss man die Gerätetür öffnen. Da diese Geräte normalerweise nicht in praktischer Handhabungshöhe eingebaut werden, ist das etwas unpraktisch. Der Verfasser hat daher einen von aussen zugänglichen Ein/Aus-Schalter nachgerüstet (Druckschalter aus älteren Nachttischlampen). Das Gerätegehäuse ist aus dickem, weichem Kunststoff gefertigt; Löcher bohrt man darin am besten mit einem Akkuschrauber, nicht mit einer Bohrmaschine.
   


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