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Gartenhäcksler Kaufberatung

 

Qualitätskriterien für Gartenhäcksler

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Mulchen vs. Kompostieren

Funktionsprinzipien + Sicherheit

Leistungsangaben

Astdurchmesser

Qualitätskriterien, Vergleich

Benz Primus 3000 (1)

Benz Primus 3000 (2)

 

Die Häckselpraxis zeigt:

 

"Leicht und leise" sind absolut unvereinbar mit schnellem Arbeitstempo, Toleranz hinsichtlich des Häckselgutes und Robustheit gegen Verstopfung.


 

Entweder man schiebt seinen kleinen kompakten Häcksler mit Leichtigkeit an die Häckselstelle und plagt sich anschliessend 2 Stunden mit dem Gerät herum weil es nicht vorwärts geht, oder aber man wuchtet sein schweres Gerät einschliesslich Gehörschutz an die Stelle und häckselt die selbe Menge allein in 20 Minuten oder zu zweit in 15 Minuten. 


Ein guter Häcksler ist - abgesehen vom Preis- am einfachsten an seinem schweren Gewicht erkennbar (sieht man einmal von sehr alten Geräten ab). Dies hat folgende Gründe:

- Das Schneidwerk als rotierende Masse wiegt mehrere Kilogramm und verfügt daher über so viel "Schwung", dass Blockieren unwahrscheinlich wird.

- Ein Gerät mit hohem Durchsatz muss standfest sein. Die meisten Häcksler im unteren Preisbereich wackeln oder vibrieren, wenn man sie mit der Hand  etwas unsanft berührt.

- Hoher Durchsatz bedeutet Robustheit aller Komponenten, die mit dem Häckselgut in Kontakt kommen. Dies betrifft beispielsweise auch das Einfüllrohr, welches Schläge von evtl. rotierendem Häckselgut aushalten muss. Dafür eignet sich Metall immer noch am besten.

- Ein robuster Elektromotor ist so ausgelegt, dass er im Häckselbetrieb nie an seine Grenze gefahren werden kann, und das macht ihn schwer. Das Gewicht des Motorankers trägt nebenbei auch zur Erhöhung der rotierenden Masse bei.

Billige Häcksler schalten nach längerem Betrieb unter höherer Last wegen Überhitzung ab.

 

Ein guter Häcksler ist unempfindlich gegen Umwelteinflüsse und Fehlbedienung. Er rostet nicht so schnell und die Anbauteile (Stecker, Schalter, Schrauben) funktionieren auch nach vielen Jahren noch und sind gängig.

 

Bei guten Häckslern bekommt man auch nach mehreren Jahren noch Ersatzteile. Dieser Punkt trifft auch für Markenhersteller zu, die Geräte im unteren Preisbereich anbieten.


In diesem Abschnitt ("Qualitätskriterien") werden weder maximale Aststärke noch Leistung behandelt, da solche Angaben wenig bis gar nichts aussagen:

 

Angaben über die maximal verarbeitbare Aststärke sagen wenig über die maximal verarbeitbare Aststärke aus, und

 

Leistungsangaben sagen fast nichts über die "Leistung" des Häckslers aus.

 

Beide Punkte wurden in vorangegangenen Kapiteln ausführlich begründet.

 

Vergleich zwischen Häckselgut und Häckslerprinzipien

 

Die folgende Tabelle spiegelt die Einschätzung des Verfassers wieder in Bezug auf die Verarbeitbarkeit von Häckselgut.

Die meisten Einschätzungen beruhen auf praktischen Erfahrungen, manche auf naheliegenden Schlussfolgerungen. Unter "Vorarbeit" werden alle Tätigkeiten verstanden, die dazu dienen, das Häckselgut für den jeweiligen Häckslertyp "mundgerecht" vorzubereiten, also häckselbar zu machen.

 

 

Ausgangsmaterial Leisehäcksler Billiger / Kompakter Messerhäcksler Teurer Messerhäcksler

Grosse Mengen

nicht bewältigbar nicht bewältigbar gut

Gerader Baumschnitt

Dickes stangenartiges Häckselgut

gut mässig gut

Verzweigter Baumschnitt.

Dickes Häckselgut

viel Vorarbeit viel Vorarbeit wenig Vorarbeit

Gerader Hecken/Strauchschnitt.

Unterschiedlichste Dicken und Längen. Beim Aufnehmen liegen die Stücke kreuz und quer.

schlecht gut gut

Verzweigter, sperriger und verwachsener Heckenschnitt

Knorriges unregelmässiges Material, z.B. Buchs, oder wenn man eine Hecke auslichtet, oder weiter zurückschneidet als die Jahre zuvor.

Viel Vorarbeit Viel Vorarbeit wenig Vorarbeit

Weiches Grüngut

Blumen, Gräser, rankende und schlingende Gewächse, die als Knäuel vorliegen

nicht verarbeitbar mässig gut

Halbverrottetes, Erfrorenes, matschiges

nicht verarbeitbar mässig mässig

Wurzelballen

nicht verarbeitbar nicht verarbeitbar gut

Komposterde, Erde

nicht verarbeitbar gut gut

Grosses kompaktes wie z.B. Blüten von Sonnenblumen, dicke Stiele, Krautköpfe usw.

nicht verarbeitbar Viel Vorarbeit gut

Spezielles Pflanzenmaterial wie bestimmte grosse Gräser, Agaven usw. die sich aufgrund ihrer inneren Struktur nur schwer querteilen lassen und dadurch grundsätzlich die Gefahr des Verhedderns/Blockierens bergen.

nicht verarbeitbar mässig gut

Tontöpfe

 

nicht verarbeitbar nicht verarbeitbar je nach Häckslertyp gut bis gar nicht.

Styropor, Vermiculit, Karton, Papier, Plastik

nicht verarbeitbar mässig gut

Früchte

nicht verarbeitbar Viel Vorarbeit gut

Zusammenfassung

Auf wenige Materialien beschränkt. Geringes Arbeitstempo. Die meisten Materialien sind verarbeitbar, wenn auch mit Vorarbeit. Geringes Arbeitstempo. Jedes Material verarbeitbar. Wenig Vorarbeit.  Hoher Durchsatz

 

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