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Umsteigen auf Linux und Open Source,


ein Erfahrungsbericht


Einführung, Begriffsdefinitionen
Zusammenfassung
Arbeitsumfeld
Der Umstieg
Desktopumgebungen
Erste Eindrücke
Kritische Gegenüberstellung
Ausblick
Erfahrungen und Empfehlung
Zusammenfassung der Gesamteindrücke


Zusammenfassung aus Sicht des Verfassers 

Wenn man von spezialisierter Software absieht, und als Anwender etwas Offenheit mitbringt, dann gestaltet sich der Umstieg von Microsoft auf Open Source/Linux relativ problemlos und dennoch aufregend: Man wird mit vielen neuen Eindrücken konfrontiert, man glaubt einiges zu vermissen, dafür findet man viele Sachen, die besser sind als unter Windows. Die zum Teil riesigen Softwarearchive verleiten zum tage- bis wochenlangen Durchprobieren unterschiedlichster Software (auch z.B. Lernprogramme).
Zwar werden die meisten Umsteiger weiterhin nicht ganz ohne Microsoft Windows auskommen (gerade wegen evtl. spezieller Anwendungsoftware, die es nur für Windows gibt), doch für praktisch alle Anwendungen im privaten Umfeld, die de facto zum Standard gehören, gibt es in der Open Source Welt alternative Softwareangebote, deren Funtionsumfang vergleichbar ist.

Beispiele für in diesem Sinne nicht zum Standard gehörende Software:
- Software für Steuererklärungen.

Beispiele für vergleichbare Standardsoftware:
Tabellenkalkulation, Schreibprogramme, Datenbank, Bildbearbeitung, Filmbearbeitung, Zeichen/Malen, Email, Browser, ftp, Druckertreiber, Scannertreiber, CD/DVD Brenner, Treiber für die meisten USB Geräte (Kameras, etc.), je bekannter das Gerät, desto wahrscheinlicher wird es unterstützt. Wer sicher gehen will, sollte sich vor dem Kauf informieren, das Informationsangebot (welche Geräte werden wie gut unterstützt, welche nicht) auf Linux Seiten ist gut.

Manchmal findet man funktionelle Abstriche vor; interessanterweise stellt man dann aber oft fest, dass es sich um eigentlich entbehrliche Funktionen handelt. Und wenn nicht, dann gibt es meistens (nicht immer) akzeptable Behelfslösungen.
Im Gegenzug dazu gibt es etliche gute Anwendungen, die man in der Windowswelt bisher entweder vergeblich gesucht hat, oder bei denen man noch gar nicht auf die Idee gekommen ist, danach zu suchen.
Überfrachtete Software findet man in der Open Source Welt fast nicht.

Der übergreifende Eindruck von der Open Source Welt ist so, dass Betriebssysteme und Anwendungssoftware offenbar von Menschen entwickelt werden, die selbst damit arbeiten wollen, und nicht von einem wirtschaftlichen Unternehmen, das naturgemäss (und das ist kein Vorwurf) Gewinnmaximierung zum Ziel hat.

Für Privatanwender, die keine spezielle Software einsetzen, sondern nur das, was weltweit bei Endverbrauchern ohnehin zum Standard gehört, sind an Einsteiger gerichtete Linux Distributionen tendenziell die bessere Wahl, da es durch die Vielzahl an Distributionen deutlich mehr Möglichkeiten gibt, das System (Betriebssystem und Anwendungssoftware) auf die eigenen Vorlieben abzustimmen, und zwar optisch und funktionell.
Die Installation von an Einsteiger gerichteten Linux Distributionen ist im Vergleich zu Windows einfacher und schneller, das Softwareangebot im Bereich dessen, was als Standard gilt, spezifischer und grösser, das System ist leichter zu warten, und die Gefahr durch Angriffe ist praktisch nicht gegeben (Stand 2014).
Obendrein ist (fast) alles sogar kostenlos.

Anders sieht die Lage im geschäftlichen Bereich aus. Dort kann fast mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass mehrere Softwareanwendungen zum Einsatz kommen, die es für Linux nicht gibt, und für die es auch keinen angemessenen Ersatz gibt. Hinzu kommt die aus Unternehmenssicht wichtig eingestufte langfristige Planbarkeit (zugesicherter Support) und Funktionssicherheit, die stand heute (2014) nur für Microsoft Produkte erhältlich ist.
Nicht zu vergessen die im industriellen Umfeld oft gegebene Vernetzung innerhalb von Lieferantenketten, die den Umstieg einzelner Unternehmen praktisch unmöglich macht.

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Letzte Änderung 07.05.2014



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