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Elektrisches Schweissen und Schutzgasschweissen verständlich erklärt

 

Beispiel Elektroden-Schweissgerät

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Elektrisches Schweissen

Schutzgasschweissen

Schutzgas vs. Elektrode

Kenndaten

Beispiel Elektrode

Beispiel Schutzgas

Strom und Spannung

Sicherheitshinweise

 

Im Folgenden werden die technischen Angaben eines (ziemlich billigen) Elektroden-Schweissgerätes erläutert.

 

Die dem Text hinterlegten Farben entsprechen den Farben der Pfeile im Bild.

 

 

 

U0 42 - 49V meint die Leerlaufspannung in Volt, also die Spannung zwischen der Elektrode und der Masseklemme OHNE Schweissvorgang. Schweissspannungen liegen im Bereich 20 - 30V.

Beim  elektrischen Schweissen spielt die Leerlaufspannung eine besondere Rolle, da sie als Zündspannung zum Starten des Schweissvorganges dient. Die Zündspannung sollte über 50V betragen; 42 bis 49 V ist grenzwertig bis inakzeptabel, der Startvorgang wird dadurch erschwert, indem die Elektrode beim Starten festbrennt. TIP TR 140 technische Daten

 

1~ 00 ~ beutet dass primär eine einphasige Wechselspannung angeschlossen wird und sekundär ein einphasiger Wechselstrom als Schweissstrom herauskommt. Der Schweissstrom wird also nicht gleichgerichtet.


Prinzipiell gibt es Wechselspannungs-Schweissen, allerdings nur für sehr spezielle Fälle die im Heimwerkerbereich ohnehin nicht interessieren. In diesem Fall ist die Eigenschaft Wechselspannung also definitiv ein Beweis für ein billiges Gerät. Das Schweissen wird damit schwieriger.

 

I2 35 - 140A ist der Schweissstrombereich in Ampere, den dieses Gerät erzeugen kann. Der Index 2 steht für die Sekundärseite des Trafos.

 

 

Die Angaben 0 mm 1,6  2,0  2,5  3,15  bedeuten Stabelektroden-Durchmesser (in mm). Diese Durchmesser (und auch die Längen) sind genormt.  

 

Die Angaben I2 A 48  65  90  140 sind die maximalen Schweisstromstärken in Ampere, die das Gerät bei den gegebenen Elektrodendurchmessern (eine Zeile darüber) liefern kann. Der Index "2" steht für die Sekundärseite des Trafos.


Der Index "c" steht für "cold", und "1" für "1 Stunde"

Erste Zahl: Anzahl Elektroden, die aus dem kalten Zustand des Schweissgerätes heraus verarbeitet werden können, bevor der Überhitzungsschutz zum ersten Mal anspricht.

Zweite Zahl: Anzahl Elektroden, die aus dem kalten Zustand des Schweissgerätes heraus während der ersten Stunde verarbeitet werden können.

 

Der Index "h" steht für "hot".

Erste Zahl: Anzahl Elektroden, die aus dem warmen Zustand des Schweissgerätes heraus (nachdem der Überhitzungsschutz schon einmal angesprochen hat) verarbeitet werden können, bevor der Überhitzungsschutz wieder anspricht.

Zweite Zahl: Anzahl Elektroden, die aus dem warmen Zustand des Schweissgerätes heraus innerhalb einer Stunde verarbeitet werden können. 

Auch hier ist ein Hinweis versteckt, dass es sich um ein billiges Gerät handelt: Bei einer Schweissdauer von etwa 1 Minute für eine 3,2 mm Elektrode (Schätzwert des Verfassers) und 3 Elektroden pro Stunde kommt eine Einschaltdauer von 5% heraus.

 

Der Index "1" steht für Primär.  Die maximale Stromstärke in Ampere, die das Schweissgerät aus dem Stromnetz ziehen kann (Stromaufnahme). Die meisten häuslichen Sicherungsautomaten dürften beim Wert 28Ampere schon längst ausgelöst haben.


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