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Skalenniveau  

 

Bezeichnung für die Art, wie sich ein Merkmal zahlenmässig manifestieren kann.

 

 

Nominalskala, Kategorialskala

Ordinalskala

Rangskala

Intervallskala

Ratioskala, Verhältnisskala 

Topologische Skalen Kardinalskalen

Eigenschaften

Stufen lassen sich nicht ordnen, 

 

es bestehen keine Wertunterschiede

Stufen lassen sich in einer Reihe ordnen 

 

es bestehen Wertunterschiede. 

Relativer Nullpunkt vorhanden 

Absoluter Nullpunkt vorhanden 

Ausschliesslich diskrete Skalen

Diskrete oder kontinuierliche Skalen 

Mittelwertbildung möglich.

Beispiele

Geschlecht, Parteizugehörigkeit, 

Muttersprache,  Farbe,

 

allg.: "Häufigkeitsziffern".

Likertskalen: Gut/mittel/schlecht.

Platzierung nach Wettkampf (Erster,...,Letzter)

Temperatur in Grad, 

Datum, 

Zeitlicher Abstand des Zieleinlaufes von Läufern (Startzeit unbekannt, dh. kein absoluter Nullpunkt vorhanden)

Temperatur in Kelvin,

Zeit, Anzahl, 

Länge, Gewicht, Preis

Schulnoten

Maximal mögliche Aussagen

Objekte sind gleich oder ungleich

Objekte sind grösser oder kleiner, besser oder schlechter,........ Abstände sind nicht definiert.

Abstände zwischen Objekten sind grösser oder kleiner

Verhältnisse von Objekten sind grösser oder kleiner

Erlaubte Transformationen Jede umkehrbare und eindeutige Transformation Jede streng monotone Transformation Jede  lineare Transformation der Form y=ax+b, a>0 Jede  lineare Transformation der Form y=ax, a>0
Bei Transformation muss erhalten bleiben:  Eindeutigkeit der Messwerte Rangordnung der Messwerte Intervallverhältnisse zwischen den Messwerten Verhältnisse der Messwerte selbst
Beschreibende Kennwerte Modalwert Modalwert

Median

Modalwert

Median

Arithmetischer Mittelwert, Varianz, alle weiteren höheren Momente, Spannweite, etc.

 

Anmerkungen

Der Informationsgehalt der Skalen nimmt von links nach rechts  zu. 

Das sieht man allein schon anhand der geeigneten beschreibenden Kennwerte, deren Anzahl für Intervall- und Ratioskalen mit Abstand am grössten ist. 

(Dies ist einleuchtend, da hier ja Verteilungsfunktionen zugrundeliegen). 

 

 

Die Wahl von geeigneten mathematischen Methoden wird entscheidend bestimmt durch die Natur des vorliegenden Skalenniveaus. 

Nicht immer ist die Wahl des Skalenniveaus für eine Variable eindeutig, vor allem in den sozialwissenschaftlichen  und medizinischen Bereichen, in denen man sehr häufig mit Nominal- und Ordinalskalen zu tun hat. 

Beispiel Schulnoten: Ordinalskala oder Intervallskala? Der Verfasser plädiert für Intervallskala, da Durchschnittsbildung bei Noten gängige Praxis ist.

 

Intervall- und Ratioskalen werden als Kardinalskalen oder metrische Skalen bezeichnet. 

Diese wiederum lassen sich aus mathematischer Sicht in diskrete und kontinuierliche Skalen unterscheiden, wodurch wiederum die anwendbaren mathematischen Methoden festgelegt sind. Dagegen ist es (fast?) allen statistischen Methoden gleichgültig, eine metrische Skala eine Intervall- oder eine Ratioskala ist.

 

Folgendes Diagramm gibt einen Überblick über die wichtigsten statistischen Tests in Abhängigkeit des Skalenniveaus. 

Eine ausführlichere Liste der im Glossar vorkommenden Tests befindet sich hier.

 

 

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08.09.2005